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⚝ Samhain ⚝


Datum
Samhain ist ein irisch-keltisches Mondfest, welches auf den 11. Schwarzmond des Jahres fällt. Als Fixdatum ist die Nacht zwischen dem 31.10. und dem 01.11. bekannt.
Im Jahr 2019 fällt der 11. Schwarzmond des jahres schon auf den 28.10.2019.

Bedeutung
Samhain („sam – Sommer“ und „huin“ (alt Irisch)- Ende“) ist das Sommerende.
Zu Samhain beginnt der Winter, die dunkle Zeit des Jahres. Die Kelten teilten das Jahr wie einen Tag auf, in Morgen, Mittag, Abend und Nacht. An Samhain beginnt das Dunkelhalbjahr, die Jahresnacht. Die Nacht symbolisiert den Übergang vom Alten in das Neue, den Morgen.
Für die Hexen beginnt jeder Zyklus in einer Phase der Dunkelheit; der Embryo ruht sicher im Bauch der Mutter und entwickelt sich, genau wie der Samen, der unter der Erde schläft. So entwickelt sich auch das neue Jahr in der Ruhe des dunklen Winters um zu Yul neu geboren zu werden.
Daher wird Samhain auch als einziges Fest NICHT zu einem Vollmond sondern zum Schwarmond gefeiert. Der kommende zunehmende Mond steht dann für Wachstum und Entstehung. Man bezeichnet Samhain auch als Hexenneujahr.
Vor der Geburt liegt jedoch der Tot. Die Natur zieht sich zurück, Blätter fallen, Pflanzen begeben sich unter die Erde, Blumen verblühen. Die letzte Ernte ist eingebracht und die Felder liegen brach.
Auch für die Menschen ist es eine Zeit des Rückzuges, der Innenschau, um Bilanz zu ziehen und das nächste Jahr zu planen.
Zu Samhain ist der Schleier zur Anderswelt sehr dünn, so dass man Besuch von Magiewesen und den Ahnen bekommen kann.
Man gedenkt derer, die gestorben sind und ehr sie; erbittet Schutz und Segen.
Da der Schleier zur Anderswelt so dünn ist, ist jetzt die richtige Zeit für Orakel und magische Handlungen wie das Weihen von Ritualgegenständen und Amuletten sowie das Sprechen von Schutzzaubern.
Da es gleichzeitig eine Zeit der Erneuerung ist stehen neben Abschluss und Tot jedoch auch neue Zeugung und Initiation im Vordergrund. Junge Hexen beginnen daher zu Samhain ihre Ausbildung.

Bräuche
*Wie immer Spielen große Feuer, die für Schutz und Reinigung stehen, eine wichtige Rolle. Man zündete Feuer an, durch die Vieh getrieben wurde um sie zu segnen und Fruchtbarkeit im neuen Jahr zu erbitten oder schritt die Felder mit brennenden Zweigen ab.
*Das die Tore zur Anderswelt offen waren und Geistwesen, besonders die Bewohner der Síd (Elfenhügel) und Ahnen zu uns hinüber treten können hat zweischneidige Gefühle in den Menschen ausgelöst.
Zum Einen ist es eine perfekte Zeit zum Orakeln und Zukunftsschau in Trance, welche man durch wilde Tänze und Trommeln oder Räucherung von Fliegenpilzen, die eine halluzinogene Wirkung haben, erreichte, zum Anderen fürchteten sich die Menschen auch für den Geistwesen. Man ging daher nur sehr ungerne vor die Tür und wer es doch musste verkleidete sich mit Lumpen und Masken, um nicht erkannt zu werden und trug Laternen aus Rüben oder Kürbis mit sich, in die grässliche Fratzen geschnitzt wurden und die durch eine Kerze ausgeleuchtet wurden, um diese Wesen fern zu halten.
*Schlägt man in der Nacht von Samhain die Trommel, so verbindet man das Weibliche (Trommel) mit dem Männlichen (Trommelschlägel). Der Schall erreicht die Anderswelt und verbindet einen mit den Ahnen und schenkt einem einen ganz eigenen Rhythmus.
*Mehl und Korn vom Grab bis nach Hause soll den Verstorbenen den Weg weisen. In Mexiko wird der Día de los Muertes besonders zelebriert und die Ahnen werden mit einer Spur aus Blütenblättern nach Hause geführt.
*Zu Ehren der Verstorbenen werden Speisen geopfert, die in der Natur dargeboten werden oder der Tisch wird mit einem weiteren Gesteck gedeckt, damit die Ahnen am Festmahl teilnehmen.
Ein Holunderbaum neben dem Haus gilt als Sippenbaum, der eine Schwelle zwischen dem Reich der Toten und der Lebenden bildet. Verstorbene wurden daher oft unter diesem Baum begraben und Opfer wie Milch, Brei, Brot und Bier unter den Holunderbaum gestellt.

Geschichte und Mythologie

Samhain und Halloween
Geschichtlich haben Samhain und Halloween nicht viel mit einander zu tun. Wie so oft wurden alte Traditionen während der Christianisierung mit in die neue Religion übernommen und vermischt.
Halloween entwickelte sich aus „All Hallow´s Eve“, der Nacht vor Allerheiligen.
Allerheiligen selbst wurde im Jahr 835 von Papst Gregor IV. ersonnen. Die frühe christliche Kirche wollte allen Heiligen, was zu dieser Zeit bereits tausende Menschen waren, ehren.  Jedoch stehen gar nicht genügend Tage im Jahr zur Verfügung. So legte er einen Tag fest, an dem alle Heiligen geehrt werde sollten; „Allerheiligen“.
Dieser Festtag wurde zunächst im Frühling, am ersten Freitag nach Ostern, begangen und wurde später auf den 01.11. verlegt.
An Allerseelen, dem 02.11. werden in der christlichen Tradition die Verstorbenen geehrt. Jedoch ist dies heute kein gesetzlicher Feiertag mehr, so dass sich die Bräuche von Allerheiligen und Allerseelen vermischt haben.
Das Volk nahm seine Traditionen einfach mit. Besonders das Verkleiden und die Kürbislaternen haben sich bis heute gehalten und haben unser modernes Halloween geformt.

Die Mutter Göttin im Wandel des Jahres
In der keltischen Mythologie tritt die Göttin in der Gestalt von drei Frauen auf. Im Frühjahr ist sie die jungfräuliche Göttin Brigid, im Sommer die Muttergöttin Madron und im Winter die alte Frau Cailleach.
Zu Samhain legt Madron den Kraftstab, der ihre Herschaftsperiode repräsentiert, unter einem Holunderbusch nieder und steigt in ein Wasserbecken. Dort wandelt sie sich zu Cailleach, die nun ihrerseits den Kraftstab ergreift. Bis Imbolc übernimmt die weise Alte die Regentschaft und überzieht die Welt mit ihrem kalten Atem, weißer Pracht und Stille.
Zum Ende des Winters weckt sie die schlafende Schlange, welche der dunklen Jahreszeit wieder den Garaus macht und legt zu Imbolc den Kraftstab wieder unter einen Holunderstrauch und verwandelt sich selbst in einen Stein, wo sie bis zum nächsten Samhain ruht. Nun ist die Regentschaft der jungen Brigid.
Die weise Alte ist auch unter den Namen Frau Holle, Precht (besonders im Allgäu) und Frigg bekannt.

Die Somme im Sternzeichen „Skorption“
Am 11. Neumond des Jahres tritt die Sonne in das Sternzeichen Skorpion, welcher sie mit seinem giftigen stachel lähmt und schwächt. Sie scheint nun nur noch sehr schwach und ist nicht mehr in der Lage den Nebel und die Kälte zu vertreiben.

Farben
Braun, Schwarz, OrangeLila

Rituelle Speisen
Ganz besonders Kürbis, aber auch Äpfel, Birnen,  Nüsse, Holundersuppe, Holunder Likör

Räucherungen
Weihrauch gilt als Vermittler zwischen den Welten. Es zentriert den Geist und öffnet ihn für die spirituelle Ebene.

Mögliche Räuchermischung für Samhain
3 Teile Weihrauch
1 Teil Myrrhe
1 Teil Beifuß
1 Teil Sandelholz
1 Teil Wacholerbeeren
Etwas getrocknete Orangenschale

Ahnenräucherung
Es eignen sich Wacholderbeeren, Holunderblüten, Beifuß und Fichtenharz.

Orakelräucherung
Sandelholz, Lorbeer, Hanf, Schafgabe

Quellen
1 – https://de.wikipedia.org/wiki/Samhain
2 –  https://www.viversum.de/online-magazin/samhain
3 – https://www.taste-of-power.de/samhain/
4 – http://www.jahreskreis.info/files/samhain.html
5 – https://www.questico.de/magazin/spiritualitaet/samhain.do
6 – https://mk-online.de/meldung/was-wird-an-allerheiligen-gefeiert.html?gclid=Cj0KCQjwgNXtBRC6ARIsAIPP7RvyKiqMPdDxEbRnkEDkhVzg2_RfmCHzE9RAduSGEZ-izHUaGkFTOEsaAo04EALw_wcB
7 – https://www.t-online.de/leben/familie/id_79254180/allerheiligen-2019-darum-feiern-diese-bundeslaender-den-tag.html
8 – https://uucw.org/event/samhain-a-sanctuary-of-remembrance/
9 – https://uucw.org/event/samhain-a-sanctuary-of-remembrance/

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