Wie ist dieser Text entstanden?
Ich habe alles mitgeschrieben, was diesen Monat mit dem Deck zu tun hatte.
Der Anfang handelt vom Entscheidungsprozess und so ab der Mitte geht es mit dem Deck selbst los.
In den ersten Tagen wollte ich mir nur Notizen machen und am Ende konnte ich mich nicht mehr von den Zeilen trennen.
Ich freue mich darauf mit dem Deck zu arbeiten und denke, dass ich als Nebeneffekt automatisch die Pflanzen kennenlerne.
So, genug mit Einleitung, jetzt geht es los.
Wie habe ich mein Deck ausgesucht?
In der Mitte des Monats habe ich ein paar Freunde gefragt, ob sie Decks besitzen und eventuell abzugeben haben,
danach schaute ich mir Buchhandlungen in der Nähe online an und was sie so im Sortiment haben.
Vier Tarot Decks haben mich vom Namen oder den Bildern her interessiert und hier sind die Gedanken dazu.
Das Erste, was mir ins Gesicht gesprungen ist, war das „Tarot de la Nuit. Der Malstil der Karten gefällt mir sehr gut,
Details gelesen dazu habe ich bisher nicht. Der fast reine Personenbezug auf den Bilder ist eventuell nicht ganz das Richtige,
Symbolik könnte hintergründig vorhanden sein, nochmal anschauen ist besser.
Das Osho Zen ist sehr farbenfroh, aber irgendwie komisch.
Auf das Märchentarot habe ich beim Entdecken gleich draufgeklickt, Märchen finde ich toll. Zu haben in der evangelischen Buchhandlung Zum Malstil fühle ich mich (noch)nicht sehr verbunden, zwar liebevoll, aber etwas zu blaß. Kann aber auch am digitalen Farboverkill der beiden Vorgänger liegen. Muss ich mir noch ein, zwei Mal anschauen, vielleicht ist es ja wie bei Bildern, die erst auf den zweiten oder dritten Blick wirken.
Hier gibt es alle Karten des Decks zum anschauen.
Das Herbcrafter’s Tarot finde ich von der Idee her sehr gut.
Die Bilder sind eher praktischer Natur, ein bischen verspielt und wirken gut auf mich.
Man kann gezogene Pflanzen unter Umständen irgendwo anders ( Essen, Altar, Rituale ) mit einbauen.
Dieser gesponsorte Artikel ist informativ und die Idee der Artikelautorin: „Suche dir am Anfang eine Karte aus“, finde ich super.
Ein Tag nachdem ich meine Notizen hier geschrieben hab, meldete sich eine Freundin und ich habe erfahren,
dass sie Tarot seit ca. 20 Jahren nutzt. Anscheinend muss man manchmal nur fragen.
Sie hat das Crowley Deck, mag die integrierte Symbolik und ist davon ziemlich begeistert,
hat aber auch das Herbscrafter’s direkt als zauberhaft bezeichnet.
Weitere drei Tage später habe ich dann noch zwei weitere Artikel(Review 1, Review 2) gelesen und auf den Bestellknopf gedrückt.
Das Deck in meinen Händen
Bisher bin ich begeistert, mit dem Deck kann ich neben dem Tarot auch ein paar Kräuter entdecken.
Nach dem Auspacken habe ich etwas im Buch herumgelesen und mir dann zum Kennenlernen jede Karte angeschaut
und die jeweilige gezeigte Pflanze online nachgeschlagen. Da mir viele englische Pflanzennamen unbekannt waren,
habe ich die Pflanzen in der englischsprachigen Wikipedia gesucht und mir dann dazu die deutsche Seite angeschaut,
so konnte ich suchen und übersetzen gleichzeitig.
Bei der ein oder anderen Karte gab es aha Erlebnisse, hier ist eines davon:
Auf der Karte „Der Tod“ sind die Blüten der Pflanze „Marigold“ von oben zu sehen. Den Namen habe ich irgendwann mal gehört,
aber mehr fiel mir dazu nicht ein. Als ich die Pflanze „Tagetes/Studentenblume“ dann vollständig gesehen hab,
musste ich dran denken, dass meine Großeltern diese jedes Jahr vor unsere Gartenhütte gepflanzt haben.
Der Totenschädel auf der Karte ist im Stil des „Día de Muertos“, dem mexikanischen Samhain, bemalt
und die Studentenblume wird traditionell verwendet um die Toten zu ehren.
Unterschiede zu anderen Decks
Dieses Deck weicht bei den Farben und den Hofkarten von den Standard Tarot Decks ab.
Schwerter werden zu LuftStäbe werden zu FeuerKelche werden zu WasserMünzen werden zu Erde
Da man Münzen dem Pentakel gleichsetzen kann, ergibt die Elementnotation direkt einen Sinn.
Die Pagen werden zu Hijas/Töchter (mit dem Attribut Verspieltheit)Die Ritter zu Adelitas/Kämpferinnen (Aktivität)Die Königinnen zu Madres/Mütter (Liebe)Die Könige zu Curanderas/Heilerinnen (Weisheit)
Die Übersetzung der Adelitas ist von „La Adelita“ abgeleitet, welche eine legendäre, symbolhafte Kämpferin der mexikanischen Revolution war.
Die Zahlen der Karten stehen jeweils für eine bestimmte Pflanzenklasse
GartenpflanzenPflanzen, die Bestäuber anziehen oder anders von Tieren genutzt werdenEinfach anzubauende PflanzenHecken- und GrenzpflanzenGefährdete seltene PflanzenÜppig produzierende PflanzenAlte BäumeMedizinische WurzelnObstbäumeDüngepflanzen und Komposthelfer
Ich habe mir vorgenommen, wenn ich im Verlauf des Lernens über die Farben oder die Hofkarten schreibe, die klassischen Begriffe zu verwenden, damit keine Verwirrung aufkommt.
Lieblingskarte
Eine richtige Lieblingskarte habe ich bisher nicht.
Die Karten, die ich auf den ersten Blick am schönsten fand, habe ich neben dem Text verteilt. Draufklicken sollte, wie immer, das Bild vergrößern.
Buch
Der Einleitungstext des 124-seitigen Buch wurde zu Ostara 2018 geschrieben. Es finden sich zu allen Karten Interpretationsansätze,
Details und interessante Ideen. Pro Karte gibt es am Ende der Seite drei Vorschläge, was man mit der Pflanze anstellen kann
und was diese dann unter Umständen mit dir anstellt. Es sind keine vollständigen Rezepte, eher Vorschläge,
die auf Grundrezepten basieren wie:
Erstelle Sirup aus Honig und Brandy und mische diese Pflanze dazu, das macht dich aktiver.
Das Buch liest sich so, als ob die Erschaffer sich über jedes Detail Gedanken gemacht haben und weil das alles echt viel ist,
habe ich hier nur zwei Sätze aus den allgemeinen Texten frei übersetzt.
Die große Arcana steht für das Element Geist und lässt uns der Reise des Kräuterkundlers folgen,
auf der er die Wildnis kennenlernt und einen Garten für sich und die Welt erschafft.
Die Interpretation der Karten kann in der Pflanze selbst, sowie in ihrer Beziehung zur Umwelt gefunden werden.
Über die Autoren
Es ist das erste Deck von Latisha Guthrie, sie ist Autorin und Küchenhexe.
Seit langer Zeit lehrt sie Pflanzenwissen und arbeitet momentan an einem „enchanted food forest“
und einem kleinen Kräuterheiligtum in dem gelernt werden kann.
Die Illustratorin Joanna Powell Colbert hat vorher bereits das Gaian Tarot und das Pentimento Tarot erstellt.
Sie gibt Workshops zu Naturspiritualität, den Jahreszeiten, Kreativität und Tarot.
Joanna Powell Colbert Latisha Guthrie
Die Reise des planlosen Übersetzers
Zum Abschluß noch eine kleine Nebengesschichte:
Nachdem ich mir alle Karten angeschaut habe, wollte ich noch Wissen, was es mit der Karte mit den chinesischen Schriftzeichen auf sich hat. Ich dachte mir, da steht bestimmt irgendeine Weisheit oder etwas anderes Interessantes oder Schlaues drauf, das muss ich wissen. Rätsel fand‘ ich schon immer toll und unbekannte Schrifzeichen übersetzen macht bestimmt Spaß.
Ein bischen Recherche hat mich auf Webseiten gebracht, wo man sogenannte „Radicals“, also charakteristische Teile eines Zeichens anklicken kann. Manchmal hat man Glück und findet in den 30 folgenden Zeichen das Passende, mal nicht und man muss weitere Radicals durchsuchen.
Nachdem ich alle Zeichen hatte, musste ich sie „nur“ noch übersetzen, Versuch eins ergab:
Große Güter müssen verschrottet werden
Das ist Verschwendung
…mhh, komisch, irgendwas stimmt da noch nicht ganz, aber irgendwas mit Ressourcenverschwendung.
Also schnell die nächste Webseite versucht, die mir folgendes präsentierte:
Bulk Scrap
This is a waste card
Kein weiterer Kommentar, auf jeden Fall bin ich jetzt wieder ein Stückchen schlauer.. 
Quellen
Bild Joanna: www.gaiansoul.com
Bild Latisha: www.instagram.com/herbmother
Titelbild: Vom Karton abfotografiert
Kartenbilder: ebenfalls selbst fotografiert
Wissensquellen:
www.herbcrafterstarot.com: Über das Deck
www.herbcrafterstarot.com: Über die Autoren
Wikipedia: Tarot
Wikipedia: La Adelita
Schriftzeichensuche
Verzierungen:
svgsilh.com: floral ornament
svgsilh.com: floral ornament
Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipisicing elit. Sunt, laudantium, quibusdam? Nobis, delectus, commodi, fugit amet tempora facere dolores nisi facilis consequatur, odio hic minima nostrum. Perferendis eos earum praesentium, blanditiis sapiente labore aliquam ipsa architecto vitae. Minima soluta temporibus voluptates inventore commodi cumque esse suscipit optio aliquam et, dolorem a cupiditate nihil fuga laboriosam fugiat placeat dignissimos! Unde eveniet placeat quisquam blanditiis voluptatem doloremque fugiat dolor repellendus ratione in.