~ Kaitha ~
Es ist sehr interessant, dass ich fast vergessen habe von unserem Lughnasadh Ritual zu schreiben, denn dieses Fest habe ich letztes Jahr ebenfalls gefeiert, aber vergessen darüber zu schreiben. Es ist fast, als würde sich dieses Fest in meinem Kopf hinten an stellen. Dabei hatten wir ein sehr schönes Fest, bei dem mir die Bedeutung von Opfern und Dankbarkeit näher gekommen ist.
Gefeiert haben wir Sonntag Nacht, vom 02.08. auf den 03.08. zu Vollmond.
Da wir an diesem Wochenende noch Besuch hatten, haben wir nicht sehr viel vorbereiten können, aber uns auch schon von Vorneherein dazu entschlossen, klein zu feiern.
Den Vormittag haben wir gebraucht um uns zu erholen, unser Besuch am Vortag war bis um 5 Uhr früh da. xD
Aber so war es ganz angenehm, ganz entspannt, nicht gezwungen oder gestresst.
Zum Nachmittag hin haben wir einen ausgedehnten Spaziergang gemacht, vorbei an den Feldern, die Korn tragen der teilweise auch schon geerntet wurden, vorbei an den Wildblumen, die alle in den kräftigsten und schönsten Farben blühten, hin zu einem Sonnenblumenfeld. Aus der Natur haben wir einige Gaben mitnehmen dürfen, mit denen wir unseren Wohnzimmeraltar geschmückt haben.

Unser Altar an die Götter.
Einen zweiten kleinen Altar widmeten wir den Naturgeistern.

Ein kleiner Dank an die Naturgeister
Aus Kron (Mehl) und Saaten haben wir dann Brot bzw. Brötchen gebacken. Dieses Rezept kenne ich als „süße Brötchen“ und es erinnert mich an Rubys „Römische Weinbrötchen“.
Zwei Brötchen haben wir in Form der Göttin und des Gottes gebacken, als Dank und als Opfer.


Opfer in Form der großen Göttin und des gehörnten Gottes.
Die restlichen brötchen gab es am Abend zu unserem Festmahl mit selbst gemachter Chia-Marmelade, Butter und einem guten Wickinger Blut (Meet mit Rotwein).

Ein kleines Festmahl zu Ehren des Korns, der Saat und der reifen Beeren.
Während des Abendmahls haben wir uns darüber unterhalten, was das Jahr für uns bereit gehalten hatte, wo es Hürden zu überwinden gab, was wir geschafft hatten, wofür wir dankbar sind und was noch abzuschließen ist.
Interessanter Weise war Corona kaum ein Thema; das Wichtigste ist uns unser Zusammen sein, unsere Hochzeit und die Freundschaft zu unseren Herzmenschen (damit seid auch ihr gemeint

).
Mit einbrechender Dämmerung sind wir zu einem zweiten, kleineren Spaziergang aufgebrochen und haben die Brötchen in Form von Göttin und Gott und den Rest Wein zu unserem kleinen Altar im Wand gebracht. Wir haben dort noch einmal den Naturgeistern gedankt.
Es war ein sehr gutes, zeremonielles Gefühl. Wir fühlten uns verbunden, verstanden und geliebt.

Bilder:
Eigene Quelle
Lebensbaum: https://www.taste-of-power.de/rituale-fuer-mabon-tagundnachtgleiche
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