Allgemein
Der Löwenzahn (botanisch: Taraxacum) ist ein Korbblütler und kommt ursprünglich in Europa und Asien vor, mittlerweile ist er aber auf einem Großteil der Nordhalbkugel verbreitet. Löwenzahn ist genau genommen eine Gruppenbezeichnung und fasst ähnliche Pflanzen zusammen. In diesem Text gehe ich nur auf den uns allgemein bekannten gewöhnlichen Löwenzahn ein, welcher auf Wiesen, Wegen, Mauern, in Gärten und an bestimmt noch vielen weiteren Stellen zu finden ist. Die Pflanze ist sehr robust und kann sich selbst bei starker Verletzung aus der Wurzel heraus regenerieren.
Kleine Menschenwesen tragen stark zur Verbreitung bei, da sich die Samen sehr leicht in die Luft pusten lassen.
Beschreibung
Die unterirdische dunkelbraune Pfahlwurzel ist kegelförmig mit kurzen seitlichen Auswüchsen und wird bis zu einem Meter lang.
Die Blätter sind gezackt und grün, manchmal nehmen sie eine grau-grünliche Färbung an, sie wachsen rundlich um den Stengel herum.
Der Stil ist ebenfalls grün, innen ist er hohl und von einer weißen milchigen Flüssigkeit bedeckt, er kann bis zu 40cm hoch werden.
Aus der Knospe, die von Hüllblättern umschlossen ist, bildet sich in der Blütezeit am Ende des Stengels eine gelbe Blüte mit maximal 6cm Durchmesser, die aus vielen einzelnen kleinen länglich-dünnen Zungenblüten zusammengesetzt ist. Nachts, bei Nässe und starker Trockenheit kann sich die Blüte mit Hilfe der Hüllblätter schließen und später in der Sonne wieder öffnen. Die einzelnen kleinen Zungenblüten sind zwittrig, d.h. mit weiblichem und männlichem Geschlechtsorgan. Bestäubung findet hauptsächlich durch Insekten statt, kann aber auch von der Pflanze selbst durchgeführt werden.
Nach der Bestäubung bilden sich viele Samen in Kugelform um die Basis der Blüte. Jeder Samen besitzt jeweils einen eigenen kleinen Flugschirm und wird oft vom Wind davongetragen. Der alternative Name „Pusteblume“ hat sich daraus entwickelt, dass schon durch gegenpusten die Samen in der Luft verteilt werden.
Orte WiesenÄckerWegeGärtenMauer- und GehwegritzenSchutthalden Jahreszeit Die Blütezeit ist im März-Juli . Löwenzahn kann bis zu dreijährig werden. Vermehrung Die Pflanze ist zwittrig und kann sich auch ohne Bestäubung fortpflanzen. Sie besitzt keine Narbe oder Staubbeutel. Die ausgeblühte Blüte im Zustand der „Pusteblume“ verteilt die Samen im Wind. Nahrungsmittel und Zubereitung Blätter Salat, hier junge Blätter verwenden, diese sind noch nicht so bitterSuppe, harmoniert gut mit Brennnesselgebleichter Salat: Pflanze abschneiden, Topf drüber und im dunkeln wieder wachsen lassen. die nun entstehenden gelblichen Blätter schmecken etwas milder und werden „gebleichter Löwenzahn“ genannt. Blüten Sirup, Gelee, MarmeladeSalatauf Brotgeschlossene Blüten, d.h. junge Knospen in Butter kochen oder andünsten Wurzeln Kaffeeersatz (getrocknet und gemahlen)Tee (getrocknet und gemahlen)Saft (pressen)Wurzelessig Tee und gepresste Säfte können aus allen Teilen der Pflanze hergestellt werden. medizinische Effekte Soweit nicht anders angegeben, wird der Löwenzahn meist innerlich als Tee oder Gemüse verwendet. verdauungsförderndharntreibendabführendregt die Leber anentzündungshemmendfördert die GallenfunktionDie angeregte Leberfunktion führt zu einer schnelleren Ausschwemmung von Giftstoffen.Im Mittelalter wurde es gegen Gelbsucht verwendet.blutbildend und reinigend, whrscheinlich durch gesteigerte Leberfunktionhilft bei Menstruationsbeschwerdenstoffwechselförderndkrampflösendhautreinigend und straffend(innerliche und äußerliche Anwendung)Behandlung von Pickeln, Ekzemen, Warzen und Hühneraugen(äußerlich Saft)lindert Verbrennungen (Milchsaft des Stengels)mildert Insektenstiche ab (Milchsaft des Stengels) nicht verwenden bei GallenwegsverschlussDarmverschlussGallenblasenentzündungGallensteinleidenEs gibt keine Studien zur Verwendung in der Still- und Schwangerschaftszeit, d.h. Rücksprache mit einem Arzt ist sinnvollAllergien und Überempfindlichkeit gegen die Bestandteile und Inhaltsstoffe selbst und/oder gegen asternartigen Pflanzen |
magische Verwendung
Löwenzahn wird mit Kraft und Divination assoziiert und ist schwer zu vernichten, selbst in Betonritzen wächst sie, sie widersteht den widrigsten Umständen.
Die Pusteblume wird zum Wünschen verwendet, wenn man beim Abpusten der Samen an ihn denkt oder ihn visualisiert.
Löwenzahnwurzelpulver kann man dazu nutzen, den Tisch auf dem man Karten legt oder pendelt, abzureiben. Ergebnisse von jeglichen Divinationstätigkeiten werden somit genauer.
Der Löwenzahn fördert die Klarsicht und hilft bei angestauter Wut.
Wenn man einen neuen Weg antritt, kann man einen einzelnen Samen mit Flugschirm als Amulett tragen.
Löwenzahnsirup kann man für Wunschzauber verwenden. Etwas davon auf eine Kerze gerieben verstärkt den Effekt.
Einzelne Blütenblätter zur Nahrung hinzugefügt, z.b. auf Brot oder im Salat, geben die „Kraft eines Löwen“, d.h. man hat mehr Energie und Kraft für wichtige Termine oder andere Handlungen.
Die Göttin Hekate teilt ihre Kräfte mit denen, die sie verehren und dafür kann man sich eine Kette aus getrockneten Wurzelscheiben basteln.
Der milchige Saft der Stengel kann zur Bekämpfung von Warzen eingesetzt werden und eine Räucherung aus der Wurzel kann den Raum zusätzlich zu der reinigenden Wirkung mit Kampfgeist füllen.
Den Körper mit Löwenzahn einzureiben, wahrscheinlich in einer Creme oder ähnlichem, soll die Erfüllung von Wünschen fördern.
Warzen können am dritten Tag des abnehmenden Mondes durch einreiben mit Säften aus der Pflanze behandelt werde.
Wenn man alle Samen mit einmal abpusten kann, steht das für Glück. Wenn es erst beim dritten Mal klappt, ist es ein Zeichen dafür, dass sich Wünsche erfüllen.
Verräucherter Löwenzahn wird zu Samhain nicht nur zur Divination sondern auch für Totenbeschwörungen verwendet. Die Pflanze steht in dem Fall für Leben, Sterben und Vergänglichkeit.
Amerikanische Indianer haben geriebene Löwenzahnblätter bei schamanischen Ritualen geraucht.
Bei den Christen ist Löwenzahn eine Marienpflanze, da ihr Staubbeutel und Narbe fehlen und sie sich trotzdem fortpflanzen, auch alleine, kann.
So ist sie ein Symbol für die jungfräuliche Zeugung von Jesus und wurde als Symbol der Ausbreitung des Christentums verwendet.
Es soll auch ein Brauch sein, sich die Farbe des Pflanzenköpfchens nach dem Abpusten anzuschauen. Wenn es weiß ist, kommt man in den Himmel und wenn es schwarz ist in die Hölle. Das kann irgendwie keiner Ernst gemeint haben, da Himmel und Hölle zum Christentum gehört und Wahrsagerei/Divination dort eher ungern gesehen ist.
Bitterstoffe: Tetrahydroiridentin B Bitterstoffe: Ainsliosid Triterpene: Taraxasterol, Taraxacosid Sterole: Sitosterol Flavonoide Cumarine Zucker Inulin Kalium Zink Eisen Kupfer Schleimstoffe Vitamin A, B, C |
Warnhinweise
In zu großen Mengen wirkt Löwenzahn negativ auf das Verdauungssystem.
Der milchige Saft kann dunkle Stellen auf der Haut hinterlassen.
Grob sollte man nicht mehr als drei Salatportionen Löwenzahn täglich und über einen längeren Zeitraum nicht länger als sechs Wochen täglich einnehmen.
Pflanzen sollten dort geerntet werden, wo sie möglichst wenig Schadstoffe aufnehmen.
Ältere Pflanzen haben einen erhöhten Anteil an Bitterstoffen und können so etwas intensiver wirken.
Eigene Erfahrungen und Pläne
Blättersalat esse ich generell gerne, junge Knospen dazu werde ich mal versuchen.
Aber zuerst muss ich mir einen Platz suchen, wo die Pflanze ungestört und schadstoffarm wächst.
Ebenfalls will ich ausprobieren Pulver aus den Wurzeln zu machen um es im Tee und fürs Tarot zu verwenden.
Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%B6hnlicher_L%C3%B6wenzahn
https://www.kraeuterallerlei.de/loewenzahn-in-der-heilkunde/
https://www.kraeuterallerlei.de/ersatzkaffee-aus-lowenzahn-so-stellen-sie-ihn-her/
https://www.kraeuterallerlei.de/loewenzahn-verkanntes-wildkraut/
https://www.kraeuterallerlei.de/lowenzahnhonig-suser-brotaufstrich-aus-gelben-bluten/
https://www.kraeuterallerlei.de/loewenzahnsalat-natuerlich-gesund/
https://www.kraeuterallerlei.de/loewenzahn-rezepte-und-verwendung-in-der-kueche/
http://blog.mfroeschl.at/loewenzahn-wirkung/
https://www.hexenladen-hamburg.de/kraeuter-almanach/loewenzahn-taraxacum-officinale/
https://www.questico.de/magazin/spiritualitaet/hellsehen/das-loewenzahnritual.do
https://www.zauber-pflanzen.de/taraxum.htm
https://www.krautrausch.de/krautrauschblog/lexikon/loewenzahn/
https://www.youtube.com/embed/ocEY88IKuuw
https://www.gesundheit.de/medizin/naturheilmittel/heilpflanzen/das-comeback-des-loewenzahn-nicht-maehen-sondern-essen
https://www.gartenjournal.net/loewenzahn-essbar
https://www.questico.de/magazin/spiritualitaet/hellsehen/das-loewenzahnritual.do
https://www.gartenjournal.net/loewenzahn-mehrjaehrig
https://praxistipps.focus.de/loewenzahntee-wirkung-nebenwirkung-und-zubereitung-erklaert_99909
https://www.apotheken-umschau.de/Medikamente/Beipackzettel/LOeWENZAHN-TEE-13162365.html
https://www.ecowoman.de/kosmetik/haut/loewenzahn-wildes-kraut-fuer-junge-haut-3797
https://utopia.de/ratgeber/loewenzahnwurzel-inhaltsstoffe-wirkung-und-anwendung/
Lernstoff Kräuterlexikon
Handbuch Herbcrafter’s Tarot
Bilder
https://www.publicdomainpictures.net/de/view-image.php?image=7095&picture=lowenzahn
https://svgsilh.com/de/image/31406.html
https://www.kraeuter-buch.de/images/database/2/loewenzahn-taraxacum-officinalie-zeichnung.jpg
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Loewenzahn_pae.jpg
https://www.gesundheitswissen.de/wp-content/uploads/2016/01/768-Loewenzahn-loewenzahn-Fotolia-42090120-c-Viktorija.jpg
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