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Der magische Kreis


Vorbereitung
Nach der Reinigung ist es sinnvoll, sich zunächst zu sammeln. Dazu kann man sich entspannt hinstellen, tief durchatmen und Energie sammeln. Diese kann zum Beispiel aus der Erde über die Füße aufgesaugt werden oder aus dem Universum wie ein goldenes Licht über den Scheitel in den Körper fließen. Nun öffnet man seine Chakren. Besonders wichtig dabei ist das Solarplexus-Chakra, denn von hier wird die Energie für das Ziehen des Kreises gezogen.

Was ist der magische Schutzkreis und wofür wird er benötigt?
Der Kreis ist der Wirkungsbereich bei magischen und energetischen Handlungen. Es ist ein energetischer Raum, der zwischen die Welten (dem Diesseits und der Anderswelt) gezogen wird und in dem Rituale abgehalten werden, Übungen durchgeführt werden und man Zwiesprache mit Energiewesen hält. Der Schutzkreis hält die Energien, die wird aussenden, im Inneren und hilft uns, sie zusammen zu halten, zu fokussieren und zu lenken und hält gleichzeitig alles andere Draußen, damit wir in Ruhe und ungestört arbeiten können.
In dieser Ebene zwischen den Welten existieren Mysterien, geschehen Wunder , Zeit ist ohne Bedeutung. und die Gesetze der Materie sind aufgelockert.
Seine wichtigste Funktion ist natürlich der Schutz. Zum Einen der Schutz der Peron/en, die im Kreis wirken, vor negativen Energien  und Störungen von Außen sowie vor Energieräubern, ob bewusst oder unbewusst. Aber er schützt auch das Außen vor den Energien im Inneren des Kreises. Nicht alle Energien oder Wesen, die angerufen werden, sollten ungebändigt existieren, sondern nur innerhalb eines Kreises.

Einen magischen Schutzkreis ziehen
Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen Schutzkreis zu ziehen, dabei gibt es kein richtig oder falsch.
Am Anfang ist es hilfreich zusätzlich, einen sichtbaren, physischen Kreis zu ziehen, der das Visualisieren und Aufbauen des energetischen Kreises vereinfacht. Dazu eignen sich Kordeln, Kreide, Salz, Steine, Teelichter, man kann den Kreis in die Erde malen, wenn man seine Rituale draußen abhält, man kann den Kreis aus Ästen legen usw. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.
Wichtig ist, den Kreis nicht zu klein zu machen, damit alle Gegenstände und Personen hinein passen und sich auch ausreichend bewegen können.
Für Übungen, Meditation, Zwiegespräche reicht ein einfacher Schutzkreis. Möchte man magische Rituale abhalten oder Elemente, Geister oder Götter um Segen und Unterstützung bitten, werden in den Kreis Symbole der Elemente in die entsprechenden Himmelsrichtungen mit aufgestellt.

Der Kreis ist dargestellt und die Symbole an ihrem Platz. Nun muss der Kreis noch energetisch gezogen werden. Dazu stellt man sich in die Mitte des Kreises und leitet die Energien in die aktive Hand. Von Norden beginnend lenkt man diese Energie mit dem Zauberstab, dem Athame oder auch einfach mit dem Zeigefinger im Uhrzeigersinn auf den sichtbar dargestellten Kreis.
Man visualisiert, wie die Energie aus der Hand in den Boden fließt und eine energetische Barriere bildet. Um den Kreis vollständig zu schließen geht man ihn so im Uhrzeigersinn von Norden einmal herum ab und zieht den Kreis über Norden hinaus bis Osten weiter.
Man kann den Kreis auch dreimal abschreiten. Meiner Ansicht nach ist es dann auch nicht mehr nötig, ihn über den Startpunkt hinaus zu ziehen.
Auch kann man einen anderen Startpunkt wählen, wenn der Fokus z.B. auf ein bestimmtes Element liegt. Benötigt man besonders die heilende und reinigende Hilfe des Wassers oder fehlt einem der Munt und die Kraft des Feuers, kann man auch in dieser Himmelsrichtung beginnen den Kreis zu ziehen und damit dieses Element gang besonders in en Fokus setzen.

Den Kreis vergrößern
Manchmal benötigt man einen größeren Kreis, als man ihn ziehen kann, z.B. einen Schutzkreis um ein Haus herum. Dann kann ein gezogener Kreis vergrößert werden.
Dazu stellt man sich in die Mitte eines gezogenen Schutzkreises und dehnt die Grenzes des Kreises aus, indem man visualisiert, wie sich der Kreis weitet und man ihn mit Energie auffüllt.
Achtung: Man sollte beim Ausweiten eines Kreises darauf achten, nicht versehentlich Personen mit aufzunehmen, die nicht in den Kreis sollen. So z.B. wenn man in einem mehrstöckigen Haus wohnt. Der Nachbar von oben sollte unbeteiligt bleiben.

Den Kreis während des Rituals verlassen
Es kann passieren, dass man den gezogenen Kreis verlassen muss, weil man etwas vergessen hat. Es wäre sehr umständlich, den ganzen Kreis dazu aufzulösen und dann neu zu ziehen.
Einfacher ist es, eine „Tür“ in den Kreis zu schneiden. Dazu nutzt man am besten das Athame. Nach wieder betreten des Kreises sollte man diese Tür wieder schließen.
Ohne mich an die Quelle zu erinnern, habe ich davon gelesen, dass diese Tür oder das Tor immer von rechts unten, in einem Bogen nach links unten geöffnet und umgekehrt wieder geschlossen wird.

Den Kreis auflösen
Das Auflösen des Kreises funktioniert genau anders herum als das Schließen des Kreises.
Mit der passiven Hand beginnt man von Osten (oder wo auch immer man mit dem Kreis ziehen aufgehört hat) und visualisiert, wie man die Energie des Kreises über seinen Zeigefinger, sein Athame oder den Stab wie der aufnimmt. Man schreitet den Kreis gegen den Uhrzeigersinn ab, bis zu dem Startpunkt, den man beim Kreis Ziehen gewählt hat. Danach ist der Kreis wieder aufgelöst.
Achtung: Nun hat man eine Menge Energie aufgenommen und sollte sich sorgfältig erden.

Meine Erfahrungen

05.05.2020

Heute habe ich ein paar Übungen durchgeführt und zu diesem Zweck zunächst einen magischen Kreis gezogen.
Magische Kreise habe ich schon öfter gezogen, auch mit Anrufung der Elemente; meist einfach als Elemente Feuer, Wasser, Erde, Luft.
Heute habe ich, dem Lehrplan folgend, einfach einen magischen Kreis gezogen.
Dazu habe ich zunächst eine Reinigungsräucherung gestartet und den Rauch sich im Zimmer verteilen lassen.
Den Platz und mich selbst habe ich dazu noch gereinigt, indem ich die negativen Energien mit der Hand weg wischte und dabei meinen Spruch aufsagte:

„Kehr ab, kehr ab
fort von diesem Ort.
Kehr ab kehr ab, Trepp´auf, Trepp´ab
und alles Schlechte kehrt sich ab.“


Danach habe ich mich gesammelt, konzentriert und Energien aus dem Boden durch meine Füße aufgenommen. Diese Energie habe ich durch meinen ganzen Körper geleitet und dabei die Chakren aktiviert. Das Wurzel-, Bauch- und Solaplexuschakra waren wieder etwas „verstopft“, was an meiner starken Verspannung im Rücken liegt. Trotzdem konnte ich spüren, wie die Energie etwas verändert und in Gang bringt.
Nun habe ich die Energie in meine rechte Hand (meine aktive Hand) gelenkt und mit meinem Athame einen Kreis „ausgeschnitten“. Ich stelle mir dabei vor, dass ich wirklich in die Energie meiner Realität schneide und eine Kugel ausschneide, die losgelöst zwischen dem Hier und dem Dort (dem Diesseits und der Anderswelt) existiert.
Dabei gehe ich den Kreis 3x im Uhrzeigersinn ab und sage, was mir in den Sinn kommt; z.B.:

„Ich schneide einen Kreis zwischen das Hier und das Dort und erschaffe mir einen heiligen Raum zwischen den Welten.
Dieser Kreis wird mich schützen und mir helfen, meine Energien zu bündeln.
Dies ist MEIN Raum und alles, was mir schaden will oder mich stört bleibt draußen!“


Meinen Kreis beginne ich im Norden.
Im Chat haben wir darüber gesprochen, dass man auch an anderer Stelle beginnen kann, je nachdem, auf welches Element man seinen Schwerpunkt setzen möchte.
Doch meist beginne ich im Norden und lege meinen Schwerpunkt erst beim Anrufen der Elemente.
Da ich meinen Kreis 3x ziehe, beginne ich an einem Punkt und ende auch dort. Ich überlappe meinen Kreis nicht, denn er fühlt sich so vollständiger an, als wenn ich noch einen viertel Kreis dazu dichte.

Nach dem Ziehen des Kreises fühlte ich mich heute sehr aufgeladen, im positiven Sinne, stark, verbunden, voller Energie, aber gleichzeitig auch gelassen und erwartungsvoll.
Ich freue mich auf die weitern Übungen in diesem Kreis.

Nach dem Ziehen des Kreises fühlte ich mich heute sehr aufgeladen, im positiven Sinne, stark, verbunden, voller Energie, aber gleichzeitig auch gelassen und erwartungsvoll.
Ich freue mich auf die weitern Übungen in diesem Kreis.

Evokarion/Beschwörung/Anrufung
Möchte man die Kräfte der Elemente, anderer Energiewesen oder der Götter für sein Ritual erbitten, so ruft man sie mit in den magischen Schutzkreis. Diese Anrufung nennt man auch Beschwörung oder Evokation.
Besonders in Bezug auf die Elemente gibt es viele Entsprechungen wie Himmelsrichtung oder Tageszeit, Wesen und Namen. Möchte man die Elemente zur Unterstützung anrufen, kann man wählen, welche dieser Entsprechungen für einen persönlich am besten passt, zu welcher man den besten Zugang hat oder welche für einen vielleicht sogar eine Tiefere Verbindung bedeutet. Jedoch sollte man immer bei einer Gruppe bleiben, z.B. Elementare, und die Gruppen nicht durchmischen. Man sollte also nicht den Engel Michael mit den Elementargeis der Luft, den Sylphen, und dem Welteneckenhüter des Nordens, Boreas, zusammen rufen, sondern sich für eine der Gruppen entscheiden.
Die Anrufung selbst kann man frei gestalten. Man kann für jedes Element einen kleinen Text, ein Gedicht oder Mantra schreiben oder freie Worte wählen. Jedoch sollte man stets höflich und respektvoll bleiben, denn sonst haben die Energiewesen sicher keine Lust einen zu unterstützen.
Ein Beispiel wäre:

,,Ich rufe Euch, Ihr Wächter der Türme im Osten. Ich bitte Euch
in diesen Kreis und um Euren Schutz im Ritual. Seid willkommen“.

Dabei wendet man sich zu der entsprechenden Himmelrichtung, ruft den Wächter herbei, wendet sich im Uhrzeigersinn zu der nächsten Richtung usw.
Der Richtige Zeitpunkt für eine Evokation ist meist nach dem Ziehen des Kreises.
Man ist nun vor Energetischen Störungen geschützt und kann seine Energie besser bündeln.

Ich selbst stelle nur für die großen Rituale Symbole für die Elemente entlang meines magischen Kreises auf, da mir dazu einfach der Platz fehlt. Für die kleinen Rituale und Anrufungen habe ich aber alle Elemente entlang eines Pentakels angeordnet auf meinem Altar und beim Anrufen der Elemente geleite ich sie mit meinem Zauberstab von der Himmelsrichtung zu diesen Symbolen, in denen sie dann Platz nehmen können.

Das Element „Geist“ wird zumeist nicht direkt angerufen, da es sich aus der Energie des Zaubernden, also einem selbst bildet. Möchte man den Kreis / den Zauber mit der Energie des Geistes unterstützen stellt man sich dazu in die Mitte des Kreises und füllt ihn mit der eigenen Energie. Dazu kann man visualisieren, wie sich der Kreis, oder besser die Kugel, mit Energie füllt und „aufgeblasen“ wird.  Diese Energie ist das Werkzeug, mit dem wir während des Rituals wirken.
Alternativ kann man das Element Geist auch als solches in die Mitte des gezogenen Kreises rufen, jedoch muss man bedenken, dass es sich hierbei nicht um ein irdisches Element handelt sondern um eines, welches auf einer anderen Ebene existiert.

Entlassen der Elemente / Wächter
Nach Beendigung des Rituals, aber vor Auflösen des Kreises entlässt man die Elemente oder gerufenen Wächter. Dabei beginnt man mit dem letzten Element, welches man gerufen hat, bedank sich für seine Unterstützung und entlässt es höflich aus dem Kreis. Gegen den Uhrzeigersinn geht man zum nächsten usw.
Mögliche Worte zur Entlassung eines Wächters wären:

„Heil Euch, Ihr Wächter der Türme im Norden. Ich danke für Euren Schutz. Möge Frieden zwischen uns herrschen. Heil Euch und Wohlergehen“.
Danach löst man wie gewohnt den Kreis.

Meine Erfahrungen

Ich rufe schon länger die Elemente und zu Feiern auch oft eine Göttin und einen Gott in meinen magischen Kreis. Zu Vollmond ist es oft Diana, denn sie ist für mich die Göttin des Mondes; zu Neumond habe ich es mit Hekate probiert. Jedoch scheinen wir uns nicht grün zu sein, oder ich habe sie sehr missverstanden.

Ich selbst bin nicht so penibel mit der Einhaltung im- oder gegen den Uhrzeigersinn die Elemente anzurufen oder zu entlassen. Auch halte ich nicht immer die Reihenfolge ein. Manchmal rufe und entlasse ich die Elemente ganz nach Gefühl, jedoch immer mit großem Respekt, in tiefer Dankbarkeit und höflich. Ich lasse mich dabei intuitiv leiten und ruft oft die Elemente in der Reihenfolge, in der ich sie am meisten brauche. Wenn ich also innere Heilung suche rufe ich das Wasser und die Erde als erstes, dann vllt das Feuer und als letztes die Luft. Sie alle zusammen bilden ein Ganzes und nur ein Element zu rufen wäre komisch, doch benötige ich die Kraft der Luft für diese Handlung am wenigsten und so ist es am kürzesten da quasi.
Das mag vielleicht nicht den Traditionen entsprechen, jedoch habe ich noch nicht die Erfahrung gemacht, dass mir ein Element diese Handhabung „krumm genommen“ hätte und mich deswegen nicht mehr unterstützen will. Ich denke daher, dass die Reihenfolge bei der Anrufung und bei dem Entlassen nur für einen selbst eine Rolle spielt.

21.05.2020
In meinem Erfolgsritual zur Sicherstellung des FT 2020 habe ich dieses Mal Tiergeister / Krafttiere statt der Elemente angerufen.
Es war eine sehr intiensive und glückliche Erfahrung.

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